Revell Halifax B MkIII Nr.: 04936 1:72

Historisches

Die Handley-Page Halifax war im WK 2 einer der "Großen Drei" viermotorigen der Britischen Bomber (Halifax, Lancaster, Sterling) und stand zu unrecht im Schatten der Lancaster.
Die Version Mk III, mit Sternmotoren Bristol Hercules VI ausgestattet, war größer, schwerer und leistungsfähiger als die Baureihe mit den Rolls Royce V-12-Motoren. Obwohl der Bugturm entfiel, wurde die Abwehrbewaffnung von zehn auf elf MG erhöht.

 

Bausatz

Naja - so ganz neu ist der Bausatz ja nicht, aber immer noch eine Wucht; daher zeigen wir ihn hier.

Was Revell seit Jahren mit seinen 1:72er Bomberbausätzen bietet, ist erstaunlich. In Jahresabständen wird der WK2-Freund mit Gustostückerln erfreut, deren Qualität für sich spricht. Schon der tolle Bausatz der Halifax Mk I ließ erkennen, daß wohl eine andere Variante nachfolgen wird, und so ist auch diese Mk III einen Freudensprung und auch die geforderten € wert.

 

Das Innenleben der Halifax ist für 1:72 reichlich bestückt; die Plätze für Bombenschütze, Pilot und Navigator sind fein detailliert, ebenso wie der Rumpf-Bombenschacht und die Fahrwerksschächte samt aller zugehörigen Klappen.

 

 

Für die Version Mk VII als Truppentransporter ist die Ausstiegsluke zum Fallschirmabsprung fein im Rumpfboden mitgeformt und es liegt sogar der Bauteil für eine Kupplung bei, mit welcher Lastensegler geschleppt wurden.

 

Rücken- und Heckturm finden nicht uneingeschränkten Beifall; die äußere Form ist tadellos, über deren Unterbau schweigt man aber besser.

Hier hat der geübte Modellbauer ein Betätigungsfeld, an welchem er sich beweisen kann.

 

Alleine die Darstellung der vier vollständig ausgeformten Sternmotoren zieht schon am Bausatz die Blicke auf sich – das schreit geradezu nach mindestens einem offen gezeigten Bristol Hercules, wenn nicht gar nach einem Werkstatt-Diorama.

 

Der Gußast mit den transparenten Teilen ist üppig bestückt, denn dort ist alles drauf, was  auch für den Bug- und den "aufgeblähten" Rückenturm der Mk I nötig wäre. Das freut natürlich die "Feldwerkstatt", damit läßt sich das Ersatzteillager wieder trefflich füllen. Daß auch die Positionslampen auf diesem Gußast zu finden sind, ist ein zusätzliches Lob wert.

Wer die ebenfalls beiliegenden Teile für die fälschlich als Mk V bezeichnete Bugverglasung verwendet, sei darauf hingewiesen, daß die aus Mk III umgebauten Truppentransporter und Seglerschlepper die Bezeichnung "A Mk III" trugen. Transporter und Schlepper "A Mk V" waren umgebaute B Mk V mit Rolls Royce V-12 Motoren.

Einziger Makel dieses Bausatzes ist die fehlende Ausgestaltung der zusätzlichen Bombenschächte in den Tragflächen.

Die Klappen sind zwar angedeutet und die oberen Tragflächen weisen so etwas wie tragende Struktur auf, Seitenwände, Rippen etc. fehlen aber.


Revell legt Markierungen für zwei Britische Halifax bei; eine davon als Mk VII Truppentransporter für Fallschirmspringer.

 

Kurz gesagt: Wieder ein toller 'Viermot' für die Vitrine, der Anfängern wie Fortgeschrittenen viel Freude machen wird.

 

Peter Fritz

 

20170318