AZmodel Martin Baker M.B.5 Nr.: AZ7553 1:72

Historisches

Die Martin Baker M.B.5 war das Endprodukt einer Reihe von Versuchsflugzeugen der Britischen Firma Martin Baker, nach dem WK 2 bekannt für Schleudersitze.

Martin Bakers erster Versuch, einen Hochleistungsjäger zu bauen, war mit der M.B.3 kein Erfolg beschieden; der erste Prototyp stürze 1942 ab, der zweite wurde zur M.B.5 umgebaut. Die starke Ähnlichkeit zur North American Mustang (bzw P-51 wie sie bei der US Air Force hieß) ist offensichtlich.

Zu Serienbau oder gar Truppeneinsatz reichte es aber trotz vielversprechender Leistungsdaten nicht.

Das 1944 bereits in Serienentwicklung befindliche Strahltriebwerk versprach weit bessere Möglichkeiten, als noch ein Kolbenmotor-Jagdflugzeug.

Bausatz

Halleluja! Endlich ein anständiger Bausatz des Britischen Hochleistungsjägers aus dem Jahr 1944! Daß es sich dabei um ein Kleinserienprodukt ohne Paßstifte und –löcher (oh, nicht ganz, beim Höhenleitwerk sind welche), ohne besondere Details oder Feinheiten handelt, nehme ich in Kauf.

 

Und so nebenbei gesagt – wer sich in der Materie nicht auskennt, wird das fertige Modell ohnehin für eine etwas groß geratene Mustang halten.

 

Die Gravuren sind sehr zart ausgeführt, alle Tragflächen- und Ruderhinterkanten sehr schön dünn geformt, das Cockpit leidlich detailliert, und die Fahrwerksschächte mit Rippen versehen.

 

Die alternativen Teile für das Seitenleitwerk erlauben den Bau der M.B.5 in einem von drei verschiedenen Rüstzuständen.
Die Bauteile für die zwei gegenläufigen Propeller sind nicht das Gelbe vom Ei, hier wäre eine genauere Lösung mit mehr als vier Einzelteilen (Propellerwelle, Propeller eins, Distanzscheibe, Propeller zwei mit Haube) die bessere gewesen.

 

Die Cockpithaube, sauber und schlierenfrei geformt, ist leider nur einteilig und die Positionslampen sucht man vergeblich am transparenten Gußast.

 

Die Kennungen und Markierungen für diesen Prototyp sind sehr gut, aber glänzend ausgeführt.

Kurz gesagt: Eine Rarität, die mein Sammlerherz höher schlagen läßt und geradezu nach Verfeinerung ruft.

Die moderate Preisgestaltung kann trotz auf Hochglanzpapier gedruckter Bauanleitung nicht ganz über die doch recht simple Ausformung hinwegtrösten.

Peter Fritz

20170401